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Bossi · 12. Dezember 2014

Vinsanto Cardinal de Retz 2003, Auszeichnung von Tavolaegusto

Marchesi Gondi – Tenuta Bossi erringt eine weitere besondere Auszeichnung: von Tavolaegusto.

Unser Vin Santo del Chianti Rufina Riserva DOC CARDINAL DE RETZ 2003 wurde in der Ausgabe 2014/2015 der Guida Vini eccellenti d’Italia von Tavolaegusto mit der Grappolo d’oro ausgezeichnet.

Der Vinsanto Cardinal de Retz erzählt nicht nur die Geschichte der Familie Gondi, sondern auch jene der Toskana und Europas. Noch heute nämlich wird der Vin Santo der Tenuta Bossi so bereitet, wie es die Tradition verlangt: 100 % Trebbiano, Trocknung der Trauben unter dem Dachboden über drei Monate, sanfte Pressung nach Weihnachten, Gärung und Ausbau in Caratelli zu 50/100 Litern.

Meine Familie erzeugt seit sehr langer Zeit Vinsanto – so lange, dass der französische Schriftsteller und Politiker Michel Eyquem de Montaigne in einer seiner bedeutendsten Schriften, „Du Voyage de Michel de Montainge en Italie“, davon berichtet, wie er im Sommer 1580 im Palazzo Gondi empfangen wurde, nachdem er einem Fest auf der Piazza Signoria beigewohnt hatte. Der Schriftsteller war von der Gastfreundschaft der Familie Gondi und von den auf unseren Gütern erzeugten Weinen derart begeistert, dass ihm ein in Lyon ansässiges Mitglied der Familie Gondi „trés bon vins, comme du Trebisan“ sandte, also einen Wein aus Trebbiano. Dieser Wein lässt sich auf den heutigen Vin Santo zurückführen.

Den Cardinal de Retz erkennen Sie im Auge, in der Nase und am Gaumen.

Auge: intensives Bernstein mit fahlgoldenen Schattierungen; Nase: große olfaktorische Intensität mit bemerkenswerter Komplexität und Fülle der Düfte. Die weichen Noten von Walnuss, getrockneter Feige, Karamell, Kandiertem, getrockneten hellen Früchten (Aprikose), Dattel und Kastanienhonig klingen mit einer süßen Würze und einem leicht ätherischen Nachhall aus; Gaumen: süß, weich und rund, mit Eleganz und Kraft. Bemerkenswert ist die geschmackliche Balance, die auf einer ganz von einer eleganten Alkoholnote getragenen Struktur eine stützende Frische findet. Das Finale ist überaus lang und greift all jene Noten wieder auf, die schon in der Nase wahrzunehmen waren.