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Bossi · 5. November 2014

VITAE zeichnet Tenuta Bossi aus

Am 3. November wurde im Magna Pars Event Space in Mailand der von der Associazione Italiana Sommelier selbst herausgegebene Führer Vitae vorgestellt.

Bei dieser Gelegenheit wurde unser Vinsanto Chianti Rufina Riserva DOC, CARDINAL DE RETZ 2003, ausgezeichnet: Er erreichte 4 Reben (was laut Führer bedeutet: eine Bewertung von über 90 Punkten, ein Wein von hervorragender Stilistik, Profil und Geschmack).

Diese Auszeichnung wurde erreicht, weil der Vin Santo der Tenuta Bossi noch heute ganz nach der Tradition erzeugt wird: 100 % Trebbiano-Trauben, die drei Monate lang auf dem Dachboden getrocknet werden; nach Weihnachten folgen sanfte Pressung, Gärung und Ausbau in Eichenfässern von 50/100 Litern.

Die Gondi erzeugen seit sehr langer Zeit Vin Santo – so sehr, dass der französische Schriftsteller und Politiker Michel Eyquem de Montaigne in einer seiner bedeutendsten Schriften, „Du Voyage de Michel de Montainge en Italie“, daran erinnert, wie er im Sommer 1580 im Palazzo Gondi empfangen wurde, nachdem er einem Fest auf der Piazza della Signoria beigewohnt hatte. Der Schriftsteller war begeistert von der Gastfreundschaft der Familie Gondi und von den auf ihren Gütern erzeugten Weinen. Aus diesem Grund sandte ihm ein in Lyon lebendes Mitglied der Familie Gondi den „trés bon vins, comme du Trebisan“, einen Wein aus Trebbiano. Dieser Wein ist der Vin Santo von heute.

Der Vin Santo Cardinale de Retz zeichnet sich durch Farbe, Nase und Gaumen aus.

Farbe: Intensives Bernstein mit rotbraunen Reflexen. Nase: Große olfaktorische Intensität mit bemerkenswerter Komplexität und Weite der Düfte. Die weichen Noten von Walnuss, getrockneter Feige, Karamell, kandierten Früchten, getrocknetem weißem Obst (Aprikose), Dattelpalme und Kastanienhonig klingen mit einer süßen, leicht ätherischen Würze aus. Gaumen: Süß, weich und rund, mit Eleganz und Kraft. Ein interessantes geschmackliches Gleichgewicht auf einer Struktur, die ganz von einem eleganten Anklang von Alkohol getragen wird und in der Frische ihren Halt findet. Der Abgang ist lang und greift all jene Noten wieder auf, die schon in der Nase wahrzunehmen waren.