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Palazzo Gondi · 1. April 2014

Gabrielle Morolli - Gondi, eine florentinische Dynastie und ihr Palazzo

Als Historiker, ordentlicher Professor für Architekturgeschichte und Mitglied des Verwaltungsrats der Soprintendenza Speciale per il Patrimonio Storico, Artistico ed Etnoantropologico e per il Polo Museale der Stadt Florenz hat er gemeinsam mit dem Architekten Paolo Fiumi das Buch „Gondi una dinastia fiorentina ed il suo Palazzo“ im Verlag Edizioni Polistampa herausgegeben.

Zudem verfasste er das Kapitel „L'Ostrica e la perla“ über die Rustika und die Schnitzarbeiten von Giuliano da Sangallo im Zusammenhang mit dem Werk von Giuseppe Poggi, der die Wiederherstellung und Vollendung jenes Teils des Palazzo an der Via dei Gondi betreute, wie er sich heute darstellt. Der florentinische und vor allem toskanische Gelehrte widmete sich vierzig Jahre lang der architekturhistorischen Forschung zur Renaissance und zum toskanischen 19. Jahrhundert; er betreute 50 Ausstellungen, sowohl als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats als auch als Kurator, etwa zum mediceischen Mäzenatentum und beispielsweise jene über den großen Architekten Leon Battista Alberti.

Er veröffentlichte über 350 Monografien und Aufsätze zu Arnolfo di Cambio, „Brunelleschi e Masaccio“, „Ghiberti architetto“, Donatello, „Firenze del Quattrocento e Cinquecento“, Michelozzo, „Piero della Francesca e Alberti“, Bartolomeo Ammannati, „Bernini e la Piazza del Duomo di Siena“, „Michelangelo e la facciata di San Lorenzo“, „Giuliano da Sangallo e l'Età di Lorenzo il Magnifico“ und Eugène Viollet-le-Duc, außerdem tiefgehende Studien wie „Lingua delle colonne, morfologia, proporzioni e semantica degli ordini architettonici“. Morolli arbeitete unermüdlich, denn er sagte: „Von uns bleibt nur das, was wir schreiben“. Leider ist unser Buch vaterlos geblieben, da er nach langer Krankheit verstorben ist; die Präsentation fand ohne diesen verdienten Gelehrten statt, der die italienische und vor allem die toskanische Kunst und ihre Künstler in der Welt bekannt, geliebt und geschätzt gemacht hat.